Reisen zu König Ludwig

Zum König selbst kann man heute natürlich nicht reisen, aber zu seinen Wirkungsstätten, seinen Schlössern, seine Wege nachwandern.

Die Welt am Sonntag berichtet am 12.06.2011 ausführlich mit dem Artikel „Es bleibt ein Kreuz mit dem ‚Kini'“ über das Jubiläum und den Mythos um den „König der Herzen“:

Was er außer dem Mythos und den Schulden sonst hinterließ, ist ein wunderbares Reisethema: Schlösser sonder Zahl. Jedenfalls mehr, als man auf einer Reise besichtigen kann. Neuschwanstein, Herrenchiemsee, Schachen, Linderhof, Nymphenburg sind die prächtigsten. Aber es gibt auch andere Trouvaillen: die romantische Villa auf der Roseninsel im Starnberger See und das putzige Sisi-Museum im Bahnhof von Possenhofen.

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Der Bayerische Rundfunk zeigt ja schon seit einer ganzen Weile Spielfilme und Dokumentationen rund um den Bayerischen König – Rucksackradio Bayern 1 berichtet über „Wandern auf des König Ludwigs Spuren“ über einige Wanderklassiker.

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Hier bei L2B finden Sie eine Sammelrezension zu Wanderbüchern, die empfohlen werden können.

Der 125. Todestag in der Presse

2011 ist das Jahr der Bayerischen Landesausstellung zu König Ludwig II. – Anlass ist der 125. Todestag am 13.06. – auch 1886 beging man das christliche Fest PFINGSTEN.

Das ganze Jahr über gibt es Neu-Erscheinungen rund um das Leben und die Werke König Ludwig II. von Bayern; rund um den Todestag gibt es eine Menge an Artikeln in der Tagespresse – hier eine Auswahl:

08.06.2011 Focus Geheimbund spricht von Mord und Geschichtsfälschung Zum Artikel…
08.06.2011 Hamburger Abendblatt

Der Kini darf nicht in Frieden ruhen

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10.06.2011 Forum-Das Wochenmagazin König Ludwig – Mythos und ewiges Rätsel Zum Artikel…
10.06.2011 Neues Deutschland Es bleibt ein ewiges Rätsel Zum Artikel…
10.06.2011 Donaukurier Der verehrte Märchenkönig Zum Artikel…
11.06.2011 Rheinische Post

Tod im Starnberger See

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11.06.2011 Chiemgau24 Der ungeklärte „Fall Ludwig“ Zum Artikel…
11.06.2011 Lausitzer Rundschau Der „Kini“ – ein Mysterium für die Ewigkeit Zum Artikel…
12.06.2011 Tagesspiegel Die Geschichte: Ludwig 2.0 Zum Artikel…
 

Mopo: Das Geheimnis vom Starnberger See

Das Geheimnis selbst wird in der Ausgabe der Berliner Morgenpost vom 12.06.2011 wohl nicht gelüftet; dennoch ein interessanter Artikel über König Ludwig II aus der Hauptstadt:

Es ist das 125. Jahr seines Todes. Und Bayern feiert ihn mit aller Kraft. Mit Totenmessen, Höhenfeuern, Dampferfahrten zum Tat- respektive Unfallort – und einer Landesausstellung auf Schloss Herrenchiemsee

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Ludwig-Jubiläumsjahr in Bayern

Spiegel-Online berichtet am 03.06.2011 über die Aktivitäten in Bayern anlässlich des Jubiläumsjahres über den Kini und (andere) Künstler:

Vor 125 Jahren starb der Märchenkönig, der Blaue Reiter wird 100: Gleich zwei Jubiläen feiert Bayern in diesem Jahr. Mit Sonderausstellungen würdigt der Freistaat den „Kini“ und die Künstler – zu Lebzeiten waren jedoch nicht alle beliebt.

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TV-Tipp: „König Ludwig II. von Bayern – Der einzig wahre König“ (Arte)

König Ludwig II. von Bayern unternahm außer einigen Schweizaufenthalten nur drei Auslandsreisen. Alle führten ihn nach Frankreich. Seine Verehrung galt Ludwig XIV., dessen Schloss Versailles er durch die öffentliche Zugänglichkeit entweiht sah und in seinen berühmten Bauprojekten zu kopieren versuchte. Selbst abhängig von Gesetzen und Parlament, war der Sonnenkönig Ludwigs Vorbild. Seine Frankophilie und Bourbonenverehrung sowie die damals bereits unzeitgemäße Überhöhung des Absolutismus stehen zum ersten Mal im Zentrum einer Dokumentation über den eher als Märchenkönig in die Annalen eingegangen Bayernkönig Ludwig II.

Samstag, 4. Juni 2011 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
07.06.2011 um 10:00
12.06.2011 um 15:30
König Ludwig II. von Bayern – Der einzig wahre König
(Deutschland, Frankreich, 2011, 52mn)
BR
Regie: Steffi Illinger

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Ludwig – ein „Renner“ in Oberbayern

Das Oberbayerische Volksblatt berichtet am 10.05.2011 von den laufenden Vorbereitungen für die Bayerische Landesausstellung, die den Ort Prien beschäftigen:

Das Konterfei von Ludwig II. hängt über Straßen, weht auf Fahnen im Wind und ziert jede E-Mail der Priener Tourismus GmbH (PTG). Auch in der Marktgemeinde wird die Landesausstellung unmittelbar vor der Eröffnung täglich allgegenwärtiger. Denn die „Götterdämmerung“ soll Prien mehr Gäste bescheren.

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Bayerische Landesausstellung für Schulklassen

Das Haus der Bayerischen Geschichte hat jetzt ein besonderes Angebot für Schulklassen vorgestellt:

Auch unser spezielles Angebot für Schulklassen ist bereits ausgearbeitet. Dazu zählen ein Kinderpfad, spezielle Führungen für Schulklassen und ein von Schülern erarbeiteter Audioguide.
Unter der Telefonnummer 08051 / 6887 130 können Sie die Angebote jetzt schon buchen.

Mehr Informationen und Materialien für den Unterricht finden Sie unter: http://www.hdbg.de/ludwig/ludwigii_lehrerinfos.php

Neben zwei Unterrichtsequenzen („Ludwig II. – ein König im 19. Jahrhundert“ (ab 8. Jgst.) und „Wie lebte ein Prinz im 19. Jahrhundert?“ (ab 3. Jgst.) mit Anregungen für die Vor- und Nachbereitung zum Ausstellungsbesuch, erhalten Sie Unterrichtsmaterialien zu den Themen: Mythos Ludwig II., Einigungskriege 1866 und 1870/71, Gründung des Deutschen Kaiserreichs, Industrialisierung in Bayern. Darüber hinaus finden Sie eine Zeitleiste, eine Literatur- und Linkliste, Themen für Schulprojekte und vieles mehr.

Während der ersten Ausstellungswoche wird eine Fortbildung für Lehrkräfte angeboten unter dem Thema: „Lernort Ausstellung: Die Bayerische Landesausstellung 2011 „Götterdämmerung – König Ludwig II. und seine Zeit“: Führung durch die Prunkräume des Neuen Schlosses Herrenchiemsee und die Bayerische Landesausstellung. Neben dem Konzept der Ausstellung steht die Vermittlung der Inhalte für Schulklassen im Zentrum. Nach dem gemeinsamen Rundgang ist Zeit für Aussprache und Diskussion.

Vortrag von Thomas Ott: traumatisierter Monarch?

Die Schongauer Nachrichten (Merkur) berichtet am 06.05.2011 von einem Vortrag, den der in Weilheim geborene Historiker Thomas Ott auf Einladung des Historischen Verein Schongau hielt:

Fundiert, verständlich, nie überfrachtet, klar strukturiert und voller Sympathie für sein Thema gestaltete Ott sein reich bebildertes Referat. Wenn Geschichtsunterricht doch immer so hochkarätig und spannend wäre, wird sich wohl manch einer der zahlreichen Besucher gedacht haben. (…)

Im Bildgedächtnis der Öffentlichkeit bleibt Ludwig „für immer jung – krank, verlassen, verzweifelt“. Die Gegenwelt, die sich Ludwig erschaffen hat, führt laut Ott zur „Verkitschung Bayerns“. Ludwig II. werde so „posthum zum Repräsentanten eines unbescholtenen Deutschland“. Auch darüber lohnt es sich, einmal in Ruhe nachzudenken.

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Buchbesprechung: Oliver Pötzsch – Die Ludwig-Verschwörung

Die Ludwig Verschwörung

Kriminalroman

Autor: Oliver Pötzsch
Verlag: Ullstein Berlin
ISBN: 978-3-548-28290-9
Preis: 9,95 Euro
Weitere Daten 2011. 572 Seiten; Taschenbuch

Inhalt:  Ein Tagebuch in einem verwitterten Holzkästchen, über hundert Jahre alt und in Geheimschrift geschrieben – für den Münchner Antiquar Steven Lukas ein ungeheurer Fund. Der Verfasser des  mysteriösen Textes war ein Vertrauter König Ludwigs II. Vielleicht enthüllt das Tagebuch die Wahrheit über die legendenumwobenen Todesumstände des bayerischen Märchenkönigs! Doch Steven ist nicht der Einzige, der das Rätsel lösen will. Während er gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld versucht den Text zu entschlüsseln, werden die beiden von geheimnisvollen Kapuzenmännern gejagt. Und ein Fanatiker ist bereit, über Leichen zu gehen.

Das Cover: Es wirkt geheimnisvoll und gespenstisch. Blutspritzer deuten an, dass es um Mord und Totschlag geht. Der Titel ist im Prägedruck gestaltet und auf der Rückseite steht der provozierende Satz:

Das Geheimnis des Märchenkönigs wird endlich gelüftet

Eine spannende Lektüre ist zu erwarten

Besonderheiten: Am Anfang des Buches findet man 4 Karten, welche über den Schauplatz des Romans Auskunft geben. Dann ist da noch ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis, welche der Romanfiguren real und welche Fiktion sind. Am Ende des Buches ein kleines Glossar, in dem Begriffe, welche in dem Buch vorkommen, erläutert sind.  Zu guter Letzt noch ein Literaturverzeichnis, welches es dem Leser erleichtert in den entsprechenden Sachbüchern selbst alles noch einmal nachzulesen.

Meine Meinung:

Das Beste was man über einen Kriminalroman sagen kann: Er ist spannend, fesselnd, verblüffend und man tut sich schwer mit dem Lesen zwischendurch mal aufzuhören. Genau das ist mir beim Lesen dieses Romans passiert. So schnell habe ich noch nie knapp 600 Seiten durchgelesen. Um diesen Krimi ordentlich zu besprechen,  müsste ich viele Einzelheiten preisgeben, was ich aber nicht will, um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen. Vor allen Dingen aber möchte ich möglichst wenig von den verblüffenden Ideen, welche sich der Autor einfallen hat lassen, verraten. Ich versuche nun die zukünftigen Leser ein bisschen neugierig zu machen.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. Die Haupthandlung spielt in der heutigen Zeit und über das gefundene Tagebuch, welches der Hauptakteur übersetzt, wird der Leser in das Jahr 1866 zurückversetzt  und erlebt hautnah die letzten Lebensmonate von König Ludwig II.

Die Art wie der Autor schreibt ist einfach und in einer klaren modernen Sprache, welche es dem Leser leicht macht der Geschichte zu folgen. Sein Erzähltempo ist rasant schnell, man möchte immer weiterlesen. Das Buch hat nie Längen und wird somit nie langweilig. Hat man ein Kapitel beendet, fällt es einem schwer, das Buch zur Seite zu legen. Der Trick mit dem Wechsel der zwei Zeitebenen verführt dazu immer weiter und weiter zu lesen.

Oliver Pötzsch hat die Fakten des Jahres 1866 sehr gut recherchiert und diese stimmen mit den bekannten historischen Tatsachen überein. Der Autor hat sich auch über alle vorhandenen Gerüchte informiert und sie geschickt in sein Buch eingearbeitet. Auch die Gralsbewahrer der heutigen Zeit, wie die Königstreuen, die Guglmänner, die Wittelsbacher sind treffend dargestellt. Die in dem Buch verwendeten nicht realen Personen sind glaubhaft in die Handlung eingearbeitet.

Der rote Faden des Romans entstammt einem 2007 erschienenen Buch von Siegfried Wichmann, der Bilder des getöteten Königs gesehen haben will und der behauptet, den Nachlass des Arztes von Ludwig II., Schleiß von Löwenfeld, gekauft zu haben. Das in dem Nachlass befindliche Tagebuch soll den mysteriösen Todesfall Ludwigs II. aufklären. Dieses brisante Material wird aus Sicherheitsgründen im Ausland in einem Banksafe aufbewahrt.

Auch eine Liebesgeschichte ist in den Roman eingewoben, eine in der Gegenwart und zwei in der Vergangenheit.

Wie es sich für einen Krimi gehört gibt es auf der einen Seite die fiesen brutalen und vor Mord nicht zurückschreckenden Verbrecher – es gibt einige Tote – und auf der anderen Seite sind die Guten, welche viel Leiden müssen, in Lebensgefahr kommen und am Ende doch triumphieren. Viele Actionszenen, wie aus einem James Bond Film, treiben die Spannung in die Höhe. Die Polizei macht leider keinen so guten Eindruck, so dass die drei Hauptakteure, Steven Lukas (er ist ein bisschen naiv), Sara Lengfeld (sie ist ein wenig undurchsichtig) und Onkel Lu (der etwas seltsame Ludwigspezialist) ,  das Rätsel  völlig alleine lösen müssen. Am Ende siegen natürlich die Guten und die Bösen werden bestraft.

Was mich am meisten fasziniert hat war die Tatsache, dass sich Oliver Pötzsch praktisch bis zur letzten Seite  immer wieder neue Überraschungen, die den Leser verblüffen, ausgedacht hat. Spannung ist garantiert, bis zum Ende des Romans.

Alles endet dann in einem riesen Knall und wieder darf die Wahrheit nicht ans Licht! Warum? Weil es die Wittelsbacher nicht wollen! Dann aber hat Sara Lengfeld noch einen Trumpf in der Hand, welcher es ermöglicht, dass sie und Lukas glücklich und sorgenfrei bis ans Ende ihrer Tage leben können und wenn sie nicht gestorben sind, dann …

Ich hoffe, ich habe sie auf das Buch neugierig gemacht ohne viel zu verraten. Es ist zwar ein Roman, aber warum soll es nicht so gewesen sein, damals, als Ludwig II. ermordet wurde. Der hier beschriebene  Ablauf zur Ludwig Verschwörung ist so wahr oder unwahr wie jede andere Theorie die zu diesem Fall aufgestellt wurde.

Der Autor erzählte mir in einem Gespräch, dass ihn beim Schreiben der Ludwig II. Virus gepackt hat. Ich denke, dass es Ihnen beim Lesen genau so gehen wird.

Für alle, welche zu faul sind selbst zu lesen, gibt es diesen Roman auch als Hörbuch. Mit diesem Medium werde auch ich mir das Buch noch einmal zu Gemüte führen.

Erich Adami, 08.04.2011

Ludwig zu Pferde?

Gibt es ein Denkmal von König Ludwig II. von Bayern, bei dem er auf einem Pferd sitzt?

Wo er Pferde und das Reiten doch so liebte, wäre es sicher nicht verwunderlich…

Die Antwort gibt Dietmar Schulze in einem neuen Buch, über das die Süddeutsche Zeitung am 07.05.2011 berichtet:

Das Schloss Herrenchiemsee besitzt immerhin eine kleine Statuette, die Ludwig II. als Reiter zeigt. Ein Monument aber kam nicht zustande.

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