Alles Gute zum neuen Jahr!
Die Redaktion des König-Ludwig-II.-Literatur- und Informations-Portal wünscht allen Besuchern einen schönen Start ins neue Jahr!
Wir danken den 40.500 Besuchern im Jubliäums-Jahr 2011 und hoffen, auch im neuen Jahr wieder viele schöne, anregende und informative Beiträge, Informationen und natürlich Bücher vorstellen zu können.
Bleiben Sie uns gewogen!
Buchbesprechung: 1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II.
1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft:
Herausgeber: Marcus Spangenberg + Sacha Wiedenmann
Verlag: Schnell + Steiner Regensburg
ISBN: 978-3-7954-2470-1
Preis: 19,95 €
Sprache: Deutsch, Französisch
Weitere Daten 2011. 156 Seiten; Broschiert
Über die Autoren:
Marcus Spangenberg M.A. studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Klassische Archäologie und Religionswissenschaft in Regensburg und Bonn. Seit 1978 beschäftigt er sich mit König Ludwig II., insbesondere mit der Rezeption des bayerischen Monarchen und seinen Bauten. Er gehört zu den wichtigsten und besten König Ludwig II. Kennern in Deutschland.
Sacha Wiedenmann studierte Psychologie und Sprachen in Regensburg. Er ist Übersetzer für die Sprachen Englisch, Französisch und Niederländisch.
Informationen zum Buch:
Dieses Buch erscheint im Rahmen des Förderprogramms des französischen Außenministeriums, vertreten durch die Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin, was zur Folge hat, dass alle Artikel und Bildunterschriften zweisprachig sind.
Nach einem Vorwort von Marcus Spangenberg wird der Originalbericht des Weltreisenden Franzosen Hugues Krafft abgedruckt, welcher am 2. April 1887 in der französischen Zeitung „Le Tour du Monde“ erschien. In einem weiteren Kapitel mit dem Titel – „Mein Lebensglück hängt davon ab“: Ludwig II. von Bayern und seine Schlösser – gibt Marcus Spangenberg ausführliche Erläuterungen zum Reisebericht von Hugues Krafft. Im letzten Kapitel – Hugues Krafft „1853-1935“ Ein gebildeter Bürger, ein Weltbür-ger – widmet sich Alain Cottez dem Leben des Weltreisenden in einer kurzen Biographie.
Inhalt des Buches:
Kritisch-aufmerksam besichtigte 1886 der Franzose Hugues Krafft als einer der ersten ausländischen
Journalisten die Schlösser des “Märchenkönigs” Ludwigs II. Sein Reisebericht und seine Fotografien gehören mit zu den genauesten und liebevollsten Schilderungen, die wir von den Königsschlössern
und von Oberbayern aus den Anfängen des Tourismus kennen.
Hugues Krafft, ein vermögender Mann mit kulturellen Neigungen, besuchte die sogenannten Märchenschlösser und schildert detailliert und mit ironischem Unterton die gutmütigen Menschen in Oberbayern, ebenso wie er die Anzeichen von frühzeitigem Verschleiß bei den Schlössern kritisiert. Auch mit dem Fotoapparat dokumentiert er seine mehrtägige Reise. In diesem Buch werden diese 125 Jahre alten historischen Aufnahmen mit dem heutigen Aussehen verglichen.
Bemerkungen zu diesem Buch:
Eine Menge neuer Bücher sind in diesem König Ludwig II. Jahr 2011 erschienen, wenig wirklich Neues, viel aufgewärmtes und einiges Unseriöses. Es wird für Autoren immer schwieriger über Ludwig II. und seine Schlösser zu schreiben, da eigentlich alles bereits mehrfach ge- und beschrieben ist. Was lag da näher als bereits geschriebenes, aber in Deutschland noch nicht veröffentlichtes Material zu su-chen, neu aufzubereiten und der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.
Marcus Spangenberg hat einen solchen Text aufgespürt zu dem es sogar viele historische Aufnahmen der Königsschlösser gibt und ein wunderbares Buch daraus gemacht.
Dieser Text ist keine Schlossbeschreibung oder Schlossführer, der alle Finessen und Einzelheiten im Inneren der Bauten Ludwigs II beschreibt, es ist eine Reisebeschreibung. Hugues Krafft schildert in sehr unterhaltsamen Worten seine Erlebnisse in dieser wunderbaren bayerischen Landschaft die er durchstreift hat und berichtet über die Menschen die er dabei getroffen hat.
Sehr hilfreich für den Leser sind die Erläuterungen des Autors zu dieser Reise, welche in einem aus-führlichen eigenen Artikel behandelt werden.
Ergänzt werden die Texte, und das ist ein Highlight dieses Buches, durch die historischen Bilder und die von gleicher Stelle aus nachfotografierten Fotos aus heutiger Sicht. Wunderbar sind auch die vie-len alten Stiche welche die Texte aufs wunderbarste unterstützen.
Empfehlung:
Ich kann das Buch all denen empfehlen, die sich intensiv mit Ludwig II. befassen. Man erfährt in dem Aufsatz von Spangenberg vieles über seine Gedanken und Beweggründe die zum Bau und zur Ausstattung seiner Schlösser führten. Auch Liebhaber von Reisebeschreibungen werden an dem Werk ihre Freude haben, denn man erlebt mit den Augen eines Franzosen Oberbayern und seine Menschen.
(c) Erich Adami
Linderhof: Stellenausschreibung Schlossführer/innen
Die Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof sucht für die Saison 2012 (April bis Oktober) noch Mitarbeiter für verschiedene Aufgaben, darunter auch Schlossführer/innen.
Die genauen Anforderungen und Erwartungen finden Interessierte auf den Seiten von www.schlosslinderhof.de und http://www.schlosslinderhof.de/deutsch/aktuell/stelle_f.htm.
Puttenschlitten im Nymphenburger Marstallmuseum
Die Bayerische Landesausstellung ist zu Ende und die Exponate werden wieder ihren ursprüngichen Bestimmungen übergeben.
Der in mühevoller Arbeit wieder in Betrieb genommene Puttenschlitten Ludwig II. wurde – nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 21.12.2011 – jetzt im Marstallmuseum Nymphenburg aufgestellt.
historische Fotografien der Ludwig-Schlösser
Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 21.12.2011 über ein zum LudwigJubiläum herausgegebene Buch über den deutschstämmigen Franzosen Hugues Krafft:
Spangenberg/Wiedenmann: ’1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft’, Verlag Schnell + Steiner
Hugues Krafft hat die Königsschlösser wenige Wochen nach Ludwigs Tod 1886 “besucht, fotografiert und höchst lebendig beschrieben hat. Schon im Frühjahr 1887 erschien Kraffts Bericht über seine Ludwig-Wallfahrt in einem Sammelband. Er war mit Holzstichen illustriert, die alle beschriebenen Örtlichkeiten so naturgetreu wiedergaben, dass für uns heute ein Widerspruch besteht zwischen der quasi fotografischen Exaktheit und den mechanisch gezogenen Linien der altertümlichen druckgrafischen Technik.”
Neuer italienischer Reiseführer
Die Stadt Füssen bekam jetzt einige signierte Exemplare des neuen Reiseführers in italienischer Sprache überreicht: “La Baviera di Ludwig”.
Der Autor “Antonio Quarta kam bei seiner ersten Bayernreise vor fünf Jahren zum ersten Mal nach Füssen, besuchte das nahe gelegene Schloss Neuschwanstein und begeisterte sich für Ludwig II. und seine Zeit.”
Überfall
Liebe Besucher unseres Literatur- und Informations-Portals zum Thema König Ludwig II. von Bayern!
Leider wurde unser Portal vor kurzem Opfer eines Online-Überfalls. Die Seite wurde “gehackt” und viele Dateien gelöscht.
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Ihre Redaktion.
“Viele Grüsse aus … Neuschwanstein”
Die Berliner Zeitung veröffentlicht am 06.08.2011 in ihrer Wochenend-Ausgabe einen weiteren Beitrag in der Serie “Viele Grüße aus…”; diesmal aus Schloss Neuschwanstein.
Der Weg zum Schloss ist lang, er besteht vor allem aus Wartezeit. Wer an diesem Augusttag kein Ticket reserviert hat, erfährt, wenn er es vom Ende der Schlange bis zur Kasse geschafft hat, dass seine Führung in vier Stunden beginnt. Rund ums Ticketcenter hat sich eine Art riesiger Wartebereich entwickelt, mit Souvenirläden, Hotels und Gasthäusern. Das Schloss ist ein paar hundert Meter weg, vornehm sitzt es auf seinem grünen Hügel, als habe es nichts zu tun mit dem Gewimmel da unten. Man erreicht es mit einer halben Stunde Fußmarsch bergauf, mit der Kutsche oder dem Bus.
Auf dem Hof sind Seile gespannt, sie markieren drei Bahnen, man muss die Nummer auf seinem Ticket mit den Zahlen auf den drei elektronischen Tafeln vergleichen und sich in der richtigen Linie einreihen. Alle paar Minuten startet eine Führung.
Tatsächlich handelt es sich wohl eher um ein Portrait des Ludwig Kirzinger; weitere Informationen zu ihm finden sich hier:
Buchbesprechung: Michael Fuchs – Die Waschgarnitur für Schloss Neuschwanstein
Die Waschgarnitur für Schloss Neuschwanstein
Autor: Michael F
uchs
Paperback: 48 Seiten
durchgehend farbig bebildert
Jahr für Jahr werden neue Bücher um und über König Ludwig herausgegeben. Autoren versprechen uns immer wieder neue Informationen. Hat man die meisten Bücher gelesen dann merkt man, dass es doch nur der zum x-ten mal wiederholte Aufguss von altbekanntem gewesen ist.
Einen völlig neuen Weg geht Michael Fuchs unser König Ludwig II. Freund aus Berlin. Er versucht sich nicht an einer großen Biographie über den bayerischen Märchenkönig sondern er sucht sich ein Detail heraus, das üblicherweise von den professionellen Autoren nicht beachtet wird, weil es zu wenig Leser und somit zu wenig Geld bringt.
Das macht die Mühe und Arbeit, die Michael Fuchs in seine Forschung und letztendlich in dieses Heft gesteckt hat, so wertvoll.
In dieser Broschüre befasst sich der Autor mit der Waschgarnitur des Königs in Schloss Neuschwanstein.
Das heute so romantisch anmutende Schloss Neuschwanstein gilt als typisches Bild einer mittelalterlichen Burg. Tatsächlich aber ist es ein charakteristisches Zeugnis für den Historismus und repräsentativ für den bevorzugten Baustil des 19. Jahrhunderts.
Neuschwanstein, ein Schloss das so aussieht als käme es aus dem Mittelalter, ist im Innern gespickt mit den technischen Errungenschaften seines Jahrhunderts: Telefon, Wasserklosett, fliesend Wasser auch im Schlafzimmer und vieles mehr.
Das vorliegende Heft stellt uns die Waschgarnitur des Königs näher vor, die von Julius Hofmann entworfen und von der Firma Villeroy & Boch in Mettlach angefertigt wurde.
Michael Fuchs stellt in diesem Heft in Bild und Text die fünf wesentlichen Teile dieser Waschgarnitur vor, die ein oft übersehenes, aber doch beispielhaftes Zeugnis des Königs in seiner Liebe zum Detail sind, ein Mosaikstein zum Verständnis für die Kunst von König Ludwig II.
Für wirkliche Kenner und Freunde König Ludwigs II. ist diese Broschüre ein Leckerbissen und sehr zu empfehlen.
Ich habe das Heft mit Genuss gelesen und freue mich auf weitere Veröffentlichungen solcher Details, zu denen ich Michael Fuchs ganz direkt auffordern möchte.
Erich Adami
Linderhof: Juli 2011
In Schloss und Park Linderhof gibt es in diesem Jahr einige Themenführungen:
Eine Übersicht finden Sie hier…
Am Donnerstag, 21. Juli, bietet die Schlösserverwaltung um 14:30 Uhr eine besondere Führung an:
Hechtenkraut und Veilchenbowle – der Kini kulinarisch
Dabei soll ein Zeitzeuge ausführlich zu Wort kommen: Theodor Hierneis, Küchenjunge Ludwigs in seinen letzten vier Lebensjahren.
Mit ihm suchen wir die Plätze in Schloss und Park auf, an denen der König gespeist hat. Wir lernen den Alltag des Personals kennen, blicken in versteckte Ecken, beschäftigen uns mit Menüfolgen und raffinierten Rezepten. Nebenbei erfahren wir auch etwas über “barocke Tafelfreuden” am Hof der französischen Bourbonenherrscher, die für Ludwig II. auch in kulinarischer Hinsicht Vorbild waren …